Otto-Mauer-Preis geht an Künstlerin Nilbar Güres

Kultur / 20.11.2014 • 22:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Arbeit der in Wien lebenden, aus der Türkei stammenden Künstlerin Nilbar Güres.  Foto: Güres  
Arbeit der in Wien lebenden, aus der Türkei stammenden Künstlerin Nilbar Güres. Foto: Güres  

Wien. Der Msgr.-Otto-Mauer-Preis geht an die aus der Türkei stammende, in Wien und Istanbul lebende und arbeitende Künstlerin Nilbar Güres. Der Otto-Mauer-Fonds der Erzdiözese Wien – benannt nach dem 1973 verstorbenen, legendären Wiener Priester und Kunstförderer – vergibt die mit 11.000 Euro dotierte wichtigste österreichische Auszeichnung für junge Kunstschaffende heuer zum 34. Mal. Prämiert wird das gesamte bisherige OEuvre eines Künstlers unter 40 Jahren. Der Preis wird von Kardinal Christoph Schönborn am 9. Dezember überreicht.

In der Begründung der Jury heißt es über die 37-jährige Preisträgerin, besonders überzeugend sei die „selbstbewusste Arbeit einer Künstlerin mit Migrationshintergrund“, der „in diesem Fall nicht negativ besetzt, sondern ein Vorteil ist“. Güres habe kulturell „zwei Hintergründe“ und schöpfe aus diesem Reichtum. Inhaltlich – in ihrer Auseinandersetzung mit weiblicher Identität – wie auch formal rekrutiere Nilbar Güres aus beiden Kulturkreisen, in denen sie beheimatet ist.

Unter den bisherin Preisträgern sind u. a. Erwin Wurm, Franz West, Brigitte Kowanz und Florian Pumhösl.