Religion, Kunst, und wie sie einander finden

Kultur / 21.11.2014 • 18:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
   
   

Sachbuch. In den vergangenen Jahrhunderten meist eng mit den Herrschenden verbunden, übten die Religionen einen entscheidenden Einfluss auf das Wohl und Wehe der Gesellschaft aus. Dies hat sich in den vergangenen Jahrzehnten in der westlichen Hemisphäre nachhaltig verändert. Der Glaube ist nunmehr in erster Linie Privatsache und muss sich Herausforderungen, beginnend mit kritischem intellektuellem Hinterfragen bis hin zu blasphemischen Provokationen stellen. Doch das der menschlichen Natur innewohnende Bedürfnis nach Wirklichkeitsbefragung hat auch mit der fortschreitenden Säkularisierung und dem Bedeutungsverlust von Religion nicht abgenommen. Hier tritt die Kunst mit ihren zahlreichen Unterdisziplinen auf den Plan.

Die Untersuchung des Philosophen Jean-Pierre Wils  ist ein gelungener Beitrag zur Aufklärung über das nicht notwendigerweise prekäre Verhältnis zwischen Kunst und Religion.

Jean-Pierre Wils: „Kunst. Religion. Versuch über ein prekäres Verhältnis“, Verlag Klöpfer und Meyer. Empfohlen von Bruno Lässer, Wien, Bregenz.