Marcel Beyer mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet

Kultur / 23.11.2014 • 19:34 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Berlin. Der Dresdner Schriftsteller Marcel Beyer ist für sein risikofreudiges Werk mit dem deutschen Kleist-Preis ausgezeichnet worden. Hortensia Völckers, Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, würdigte den 49-Jährigen gestern bei einer Feierstunde im Berliner Ensemble als „Sprachkünstler“ und „Wortmusiker“, der den Leser zu einem Detektivspiel verführe.

„Marcel Beyers Romane legen Spuren. Sie verstecken und verwischen Spuren, legen Fährten, die im Nebel aus historisch Gesichertem und überrealistisch Imaginiertem verschwinden“, sagte Völckers als Vertrauensperson der Jury. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis geht jährlich an Schriftsteller, die wie der Namensgeber als Vordenker für die Zukunft gelten können. Bisherige Träger waren etwa Herta Müller, Daniel Kehlmann und Heiner Müller.