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Heute wäre Kurt Tucholsky Blogger

Der Schriftsteller, der vor 125 Jahren geboren wurde, ist auf Twitter populär.

Berlin. Kurt Tucholskys prägnanten Aussprüche eignen sich gut für den Kurznachrichtendienst. Das Dumme ist nur: Viele der Zitate sind nicht von Tucholsky. Sie werden ihm zugeschrieben. Vergessen ist er jedenfalls nicht, der Journalist und Schriftsteller, der am 9. Jänner vor 125 Jahren in Berlin geboren wurde. „Es spricht für seine Autorität als Aphoristiker“, sagt Peter Böthig, Leiter des Tucholsky-Museums in Rheinsberg. Und einige Sprüche, die man von Tucholsky kennt, hat er auch wirklich gesagt. Der bekannteste ist der umstrittenste: „Soldaten sind Mörder.“ Und fast immer, wenn eine Satire als zu scharf angegriffen wird, verteidigen sich die Macher mit dem Spruch: „Was darf die Satire? Alles!“ Auch von Tucholsky.

Der Journalist Friedhelm Greis, Autor des Tucholsky-Blogs sudelblog.de, ist überzeugt: „Heute wäre er natürlich ein Blogger.“ Denn der Mann schrieb unglaublich viel. Damit es nicht so auffiel, verwendete er Pseudonyme: Wenn er einen politischen Kommentar los werden wollte, meldete er sich als Ignaz Wrobel zu Wort. Für Begebenheiten des Alltags war Peter Panter zuständig. Theobald Tiger wiederum machte Verse. „Politik kann man in diesem Lande definieren als die Durchsetzung wirtschaftlicher Zwecke mit Hilfe der Gesetzgebung“ kritisierte er 1919, aber es würde auch heute noch gelegentlich passen.

Lesetipp: „Tucholsky für Boshafte“.  Foto: Insel Verlag
Lesetipp: „Tucholsky für Boshafte“. Foto: Insel Verlag
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