Sensibler Rückblick auf eine verlorene Liebe

Kultur / 15.05.2015 • 20:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
   
   

Roman. Patrick Modiano, der 2014 den Nobelpreis für Literatur gewonnen hat, setzt sich in seinen Werken mit den Themen Erinnerung, Schuld, Vergessen und Identität auseinander. „Im Café der verlorenen Jugend“ ist die Geschichte einer geheimnisvollen jungen Frau. Je nachdem, wo in Paris sie sich gerade bewegt, hat sie verschiedene Namen, einmal ist es Louki und einmal Jacqueline. Nach nur einem Jahr Ehe hat sie ihren­ Mann, einen erfolgreichen

Immobilien-

makler, wieder verlassen. Ohne viel über seine junge Ehefrau berichten zu können, beauftragt er einen Privatdetektiv, um seine verlorene Liebe wieder aufzuspüren.

Die Informationen, die der Detektiv zutage fördert, sind nur ein Teil des Bildes von Louki. Denn die Erzählperspektive wechselt und so erfahren wir von einem Bergbaustudenten von der Zeit, als sich bekannte Persönlichkeiten und eben auch die geheimnisvolle Louki regelmäßig im Café getroffen haben.

Patrick Modiano: „Im Café der verlorenen Jugend“, Hanser Verlag, 160 Seiten. Empfohlen von Corinna Stiefelbauer (24), Grafikerin.