Jahrelanger Kunstkrimi um Rembrandt

Kultur / 09.06.2015 • 22:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Den Haag. Nach über 50 Jahren ist das berühmte Gemälde „Saul und David“ endgültig als echter Rembrandt anerkannt worden. Ein Expertenteam hatte in achtjähriger Forschung die Herkunft nachgewiesen, sagte die Direktorin des Mauritshuis in Den Haag, Emilie Gordenker: „Wir haben einen Rembrandt, der in zwei Phasen gemalt wurde.“ Das niederländische Museum präsentiert nun ab Donnerstag das vollständig restaurierte Gemälde, das Rembrandt (1606-1669) von etwa 1650 bis 1655 gemalt hat. Im 19. Jahrhundert war es zerstückelt und übermalt worden. Thema des Bildes ist die Begegnung von Saul und David nach der Geschichte des Alten Testaments. Der junge David kniet vor dem König und spielt Harfe. Saul findet Trost in der Musik, wird aber später aus Eifersucht einen Speer auf David werfen. Das Gemälde war erst 1830 bei einer Versteigerung in Paris aufgetaucht und galt bis Ende der 1960er-Jahre als eines der schönsten Werke Rembrandts. Dann hatten Experten die Herkunft bezweifelt.