Luther-Bibel führte zur Schriftsprache

25.09.2015 • 18:51 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Eisenach. Das grün-weiße Fachwerkhaus mit seinen schiefen Wänden, Sprossenfenstern und dem farbenfrohen Wandschmuck fällt auf in Eisenach. Touristen bleiben staunend stehen und fotografieren das mittelalterliche Haus, dessen ältester Balken aus dem Jahr 1269 stammt. Hier, im Stadtzentrum von Eisenach, soll der spätere Kirchenreformator Martin Luther (1483–1546) drei Jahre gewohnt haben. Zwei Jahre vor dem Reformationsjubiläum 2017 präsentiert sich das Eisenacher Lutherhaus nun von Grund auf saniert als modernes Museum. An diesem Samstag wird es mit einer neuen Dauerausstellung „Luther und die Bibel“ wieder eröffnet.

Der junge Luther hatte von 1498 bis 1501 in Eisenach gelebt, um sich hier auf sein Studium in Erfurt vorzubereiten. In der Wartbürg hatte Luther dann 1521/22 das Neue Testament  vom Griechischen ins Deutsche übertragen und die Voraussetzung für eine einheitliche deutsche Schriftsprache geschaffen.