Schlampereien mit Raubkunst von Gurlitt

Kultur / 01.10.2015 • 23:17 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

München. Die Zukunft der Taskforce „Schwabinger Kunstfund“ zur Erforschung der umstrittenen Kunstsammlung von Cornelius Gurlitt ist ungewiss. Die Vereinbarung, die als Grundlage für die Arbeit der Expertenkommission gilt, läuft Ende dieses Jahres aus. Über das weitere Vorgehen bei der Provenienzrecherche ist nach Angaben des bayerischen Kunstministeriums noch nicht entschieden. In einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im bayerischen Landtag ließ das Ministerium die Zukunft des Gremiums völlig offen.

Im Jahr 2012 waren rund 1280 Kunstwerke in Gurlitts Münchner Wohnung von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden, später tauchten weitere 238 Gemälde in seinem Haus in Salzburg auf. Die Taskforce wurde eingesetzt, um die Herkunft der Bilder, von denen viele unter Nazi-Raubkunstverdacht standen, zu klären. Zwei Gemälde sind bislang zu den rechtmäßigen Besitzern zurückgekehrt. Insgesamt liegen der Taskforce 113 Ansprüche zu 104 Werken vor.