Christa Dietrich

Kommentar

Christa Dietrich

Fortsetzung am Tag

Kultur / 04.10.2015 • 20:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ins Gespräch gekommen ist man vielerorts in dieser „Langen Nacht der Museen“, entdeckt hat man auch einiges. Dass es im liechtensteinischen Schaanwald mit „Mura“ eine Einrichtung gibt, die ein Ausmaß hat, als seien zehn Heimatmuseen aneinandergereiht worden, dürfte auch jenen, die sich in Vorarlberg mit dem Thema Kulturgüter befassen, Auseinandersetzung bieten.

Die Themen Bewahrung und Erneuerung betreffen auch die Bausubstanz. Wo ist etwas erhaltenswert und wo wäre ein architektonischer Eingriff von Vorteil? Diese Frage wurde in der Marktgemeinde Schruns in den Mittelpunkt gerückt. Dort eröffnete man eine Ausstellung der privat geführten MAP-Galerie nicht in deren Schauräumen, sondern in den ehemaligen Räumlichkeiten der Post. Sie sind einem Hotel angegliedert und böten mitten in der Gemeinde einen hervorragenden Ort für einen Treffpunkt. Freilich muss dieser klug konzipiert werden.

Darüber offen zu diskutieren, das hat man vor. Erfreulich. In Schruns wurde vor einigen Jahren der Ausbau des Museums abgelehnt. Das Haus hat dringenden Platzbedarf, und so stand nicht nur die Verwendung der alten Post, sondern auch das Thema Museumsausbau am Samstagabend im Raum. Und zwar derart deutlich, dass  die Entscheidungsträgter demnächst – und tagsüber – wohl am Verhandlungstisch sitzen.

christa.dietrich@vorarlbergernachrichten.at, 05572/501-225