Neues und Altbewährtes bei der Viennafair

08.10.2015 • 17:54 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. (jal) Der neue Lizenznehmer der Viennafair, Wolfgang Pelz, betont die bewusst internationale Ausrichtung der Messe, im Gegensatz zum Osteuropaschwerpunkt der in der Marxhalle stattfindenden viennacontemporary. Angesichts der überschaubaren Zahl der aus dem Ausland stammenden Galerien gibt er allerdings zu: „Wir sind noch nicht am Ziel. Nach oben hin ist noch Spielraum.“

Interessant sind jedenfalls die neu gesetzten Aspekte bei der nunmehr zum elften Mal stattfindenden Kunstmesse. Neben den 42 namhaften Galerien, die sich präsentieren, kommt noch der separate Teil „Viennafair Masters“ hinzu, der räumlich und visuell getrennt, den Besuchern die Möglichkeit bietet, Exponate der Klassischen Moderne bis hin zu ausgewählter Kunst nach 1945 zu erwerben.

Wiener Kinetismus

Als besonders sehenswert stellt sich die auf der Messe befindliche Sonderschau „kínesis – Eine Studie zur Bewegung im Bild“, die von Angela Stief kuratiert wird, heraus. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Faszination von nationalen und internationalen Künstlern mit kinetischen Experimenten und Darstellungsformen der Bewegung. Dabei werden die verschiedenen Herangehensweisen an die Thematik von Kunstschaffenden des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert. Daraus ergibt sich ein ansprechendes Gesamtbild von kubistischen, futuristischen und konstruktivistischen Stilelementen.

Dazu kommt noch eine zweite Ausstellung „Colores Uniti. Ein Künstler, eine Wand und viel Farbe“.

Skulpturen von Mario Dalpra

Auf der Messe sind auch aktuelle Werke, lackierte und auf Hochglanz polierte Bronze­skulpturen des Vorarlberger Künstlers Mario Dalpra ausgestellt. Darüber hinaus sind noch zwei Bilder aus seiner 2014 und 2015 entstandenen Serie „Faces“ zu sehen. Der 1960 in Feldkirch geborene Künstler gilt als einer der international bekanntesten heimischen Kunstschaffenden. Dalpra arbeitet in Wien und Anjunja (Indien) und wird seit etwa vier Jahren von der Wiener Galerie Gans vertreten.

Viennafair bis 11. Oktober in der Halle A
der Messe Wien; www.viennafair.at