Christa Dietrich

Kommentar

Christa Dietrich

Vom KUB ins Mumok

Kultur / 11.10.2015 • 20:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die erste Ausstellung, die Thomas D. Trummer im Kunsthaus Bregenz zu verantworten hat, wird eher ein Hör- als ein Schauerlebnis bieten. Angekündigt ist die Schottin Susan Philipsz mit einer Soundinstallation. Eine solche errichtete sie vor einigen Monaten auf Einladung des Kunsthistorischen Mueums auch im Theseustempel in Wien. Der Zumthor-Bau am Bodenseeufer wird wohl andere Assoziationen und damit Töne freisetzen als der im 19. Jahrhundert nach antiken Vorbildern errichtete Säulen-Kitsch in der Bundeshauptstadt und somit darf gehofft werden, dass Trummer zum Einstand eine Überraschung gelingt.

 

Sein Vorgänger Yilmaz Dziewior muss für Wiener Ausstellungsmacher mitunter Vorbildwirkung gehabt haben. Cosima von Bonin war erst jüngst im Museum moderner Kunst (Mumok) eine Einzelausstellung gewidmet. Vor fünfeinhalb Jahren gehörte ihr das ganze Kunsthaus Bregenz. Dasselbe gilt für Ulrike Müller, die Dziewior nicht nach Bregenz lud, weil sie einst aus Vorarlberg wegzog, um in New York zu reüssieren, sondern weil sie wesentliche Fragen aufwirft. Mit solchen wird nun das Wiener Ausstellungspublikum konfrontiert.

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