Sieg mit einem Roman aus Wahn und Witz

Kultur / 12.10.2015 • 20:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Frank Witzel erhielt gestern Abend den Deutschen Buchpreis. EPA
Frank Witzel erhielt gestern Abend den Deutschen Buchpreis. EPA

Frankfurt/Main. Für seinen Roman über die alte Bundesrepublik hat der Autor Frank Witzel den Deutschen Buchpreis 2015 gewonnen. Das Buch mit dem Titel „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ wurde am Montagabend in Frankfurt als beste deutschsprachige literarische Neuerscheinung des Jahres ausgezeichnet. Witzels Buch, von der Kritik hoch gelobt, galt im Wettbewerb eher als Außenseiter.

Der 60-jährige Autor schildert aus der Sicht eines 13-Jährigen, der im Wiesbadener Ortsteil Biebrich heranwächst, die muffige Nachkriegszeit und deren (pop-)kulturellen Umbruch. „Ein im besten Sinne maßloses Romankonstrukt“, erklärte die Jury.

Der Deutsche Buchpreis, 2005 erstmals vergeben, gilt als wichtigste Auszeichnung der Branche. Erster Preisträger war der Vorarlberger Arno Geiger mit „Es geht uns gut“.

Deutscher Buchpreis

Nominierte

» Jenny Erpenbeck: „Gehen, ging, gegangen“, Knaus

» Rolf Lappert: „Über den Winter“, Hanser

» Inger-Maria Mahlke: „Wie Ihr wollt“, Berlin Verlag

» Ulrich Peltzer: „Das bessere Leben“, S. Fischer

» Monique Schwitter: „Eins im Andern“, Droschl

» Frank Witzel: „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“, Matthes & Seitz