Österreich soll ab 2016 einen Buchpreis vergeben

Kultur / 15.10.2015 • 18:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien, Frankfurt/Main. Gleich zwei neue österreichische Literaturpreise hat Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) auf der Frankfurter Buchmesse angekündigt. So wird es ab 2016 einen Österreichischen Literaturpreis und einen „Buchhandlungspreis“ geben.

„Die Idee ist es, Aufmerksamkeit für österreichische Autoren und Verlage zu erzeugen“, so Ostermayer. Infrage für den Preis, der mit 15.000 bis 20.000 Euro dotiert sein soll, kommen demnach sowohl österreichische Autoren als auch nicht-österreichische Autoren, die in heimischen Verlagen veröffentlicht haben. Der Preis werde in Kooperation mit dem Hauptverband des österreichischen Buchhandels vergeben werden. Derzeit befinde man sich am Beginn der Gespräche, Details würden noch ausgearbeitet.

Dem Minister schwebt jedenfalls ein ähnlicher Vergabe-Modus wie beim Deutschen Buchpreis vor. So könne er sich einen Vorlauf mit Nominierungen auf Long- und Shortlist vorstellen. Die Mittel dafür sollen aus dem Kulturministerium und dem Hauptverband kommen.

Mit der Schaffung eines Österreichischen Buchpreises reagiert Ostermayer laut eigener Aussage auf die Autoreninitiative, die seit zwei Jahren einen derartigen Preis fordert. Zusätzlich zum Buchpreis soll es auch einen Preis für Buchhandlungen geben, die sich speziell für Literatur engagieren.