Preise für Scheinheiligkeit und Irrelevanz

18.10.2015 • 18:47 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Wien. „Ein Hoch auf die gesellschaftliche Irrelevanz!“ Unter diesem Motto hat der Künstler Julius Deutschbauer am Samstagabend die Anti-Preise für die unpolitischsten Theaterproduktionen Wiens vergeben. Eine Jury „würdigte“ das Ablenken von den wichtigsten Fragen der Zeit. In der Sparte „Größte Scheinheiligkeit“ wurde ORF-Fernsehchefin Kathrin Zechner für den Eurovision Song Contest gekürt. Für „Die dickste Staubschicht“ würdigte man Adi Hirschal und Franzobel als Macher des Lustspielhauses. Für den „Längsten Zeigefinger“ angesichts ihrer Statements zum Anstimmen der Internationalen während des „Jedermann“-Besuchs von Heinz-Christian Strache in Salzburg erhielten Sven-Eric Bechtolf und Cornelius Obonya die Auszeichnung.

In der Kategorie „Thesenfreie Positionierung“ ließ Michael Niavarani mit seinem „Richard III.“ die Konkurrenz hinter sich, während Dietrich Mateschitz als „Gönner“ für die Berufung von Ex-Burg-Direktor Matthias Hartmann zum Leiter von Servus TV gewürdigt wurde.