Entdeckung der Wunderwelt von Cornell im KHM

19.10.2015 • 16:31 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
Joseph Cornell: „Medici Princess“, 1948, Privatsammlung.  Foto: KHM
Joseph Cornell: „Medici Princess“, 1948, Privatsammlung. Foto: KHM

Wien. Joseph Cornell (1903-1972) muss ein seltsamer Kauz gewesen sein: Künstlerisch ein Autodidakt, im Umgang mit Menschen scheu. Am Küchentisch und im Keller setzte er in nächtelanger Arbeit seine eigene Welt zusammen. „In Europa ist er noch ein großer Unbekannter“, sagte Sabine Haag, Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums (KHM), das dem US-Künstler nun bis 10. Jänner eine Ausstellung widmet. Es ist eine unglaubliche Sammlung aus Artefakten, Kunst- und Naturobjekten, zusammengetragen und in kleinen Kisten zu neuen Wunderwelten zusammengefügt. „Cornell war nie in Europa, daher auch nie im Kunsthistorischen Museum, aber wenn er hier gewesen wäre, hätte er die Kunstkammer sicher geliebt“, zeigte sich Haag überzeugt.