Christa Dietrich

Kommentar

Christa Dietrich

Vier und noch mehr am Start

20.10.2015 • 19:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Einrichtungen wie die documenta in Kassel aufmerksam zu durchwandern, lohnt sich prinzipiell. Abgesehen vom persönlichen Erkenntnisgewinn kann der Besucher der nur alle fünf Jahre durchgeführten Ausstellung, die gerne als Weltkunstschau tituliert wird, an verschiedenen Stationen rätseln, wie lange es wohl dauern wird, bis der eine oder andere Künstler, der mit einem Werk vertreten ist, mit einer Personale nach Österreich kommt.

Im Kunsthaus Bregenz war man da in letzter Zeit nicht nur ziemlich fix, man wusste auch, wer den Zumthor-Bau bewältigen kann. So gesehen ist es nicht überraschend, dass Thomas D. Trummer nun mit Wael Shawky und Theaster Gates aufwartet. Beide fielen zuletzt, das heißt 2012, in Kassel auf. Gates sogar sehr deutlich. Mit Arbeitslosen hatte er das baufällige Hugenottenhaus wiederbelebt und zu einer Art Kulturzentrum umfunktioniert, das sich zum absoluten Publikumsmagneten entwickelte. Dass es kein nachhaltiges Unternehmen wurde, konnte Gates zwar nicht beeinflussen, was ihm für das Kunsthaus einfällt, dürfte allerdings spannend werden.

 

Und das gilt auch im Bezug auf den Ersatz für die nun eingestellte KUB-Arena, statt der es noch nicht weiter definierte Projekte geben wird. Dass man flexibel sein und auch in den Stadtraum eingreifen will, hört sich jedenfalls gut an.

christa.dietrich@vorarlbergernachrichten.at, 05572/501-225