Kleine Gruppe regiert den Kunstbetrieb

Kultur / 22.10.2015 • 19:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

London. Wer ist am mächtigsten in der Kunst? Wer erregt die meiste Aufmerksamkeit, wer macht das meiste Geld? Auf Platz eins des jährlichen Rankings „Power 100“ des britischen Fachmagazins „ArtReview“ stehen dieses Jahr die Schweizer Galeristen Iwan und Manuela Wirth. Sie sind in guter Gesellschaft anderer Mega-Galeristen wie David Zwirner (Platz 3) und Larry Gagosian (6).  Und immer weit oben auf der Liste der Wichtigsten sind auch die Chefs des MoMA in New York und der Tate Britain in London.

Immerhin schaffte es heuer mit Ai Weiwei ein Künstler auf Platz 2. Die „Power 100“ sind zudem weniger eine Rangliste als ein „Netzwerk“. Dies sei auch der Grund dafür, dass es an der Spitze wenig Bewegung gebe. Eine kleine Gruppe scheint den Kunstmarkt zu regieren. Für Markus Eisenbeis, Chef des Kölner Auktionshauses Van Ham, bildet die Liste mehr den Kunstmarkt als die Kunstwelt ab. Einige Deutsche sind dabei: Fotograf Wolfgang Tillmans kommt auf Platz 11, Gerhard Richter, der teuerste lebende Künstler, steht auf Rang 27.