Opernerfolge von Bregenz über Paris bis nach London

22.10.2015 • 17:10 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Haas hat erneut einen Text von Jon Fosse vertont. Foto: APA
Haas hat erneut einen Text von Jon Fosse vertont. Foto: APA

Covent Garden realisiert Uraufführung des Vorarlberger Komponisten Georg Friedrich Haas.

London. (VN, APA) In wenigen Wochen wird einem österreichischen Komponisten die seltene Ehre zuteil, an der Londoner Royal Opera Covent Garden eine Uraufführung feiern zu dürfen: Graham Vick bringt am 13. November „Morgen und Abend“ von Georg Friedrich Haas (geboren in Graz, aufgewachsen in Vorarlberg) auf die Bühne des legendären Opernhauses. Das Werk stellt dabei die zweite Zusammenarbeit des 62-jährigen Haas mit dem norwegischen Erfolgsautor Jon Fosse dar.

Bereits 2008 hatten die beiden „Melancholia“ veröffentlicht. Das Werk wurde bei der Uraufführung an der Paris Oper vom Publikum gefeiert. Später war die Produktion auch in Graz und im norwegischen Bergen zu sehen. Auch „Morgen und Abend“ basiert auf einem Roman des Schriftstellers, der für das deutsch und englisch gehaltene Libretto verantwortlich zeichnet. Im Zentrum steht Fischer Johannes, der eines Morgens erwacht und bemerkt, dass ihn seine Tochter nicht mehr erkennt – während seine tote Frau und sein toter bester Freund erscheinen. Das Stück thematisiert letztlich die Reise vom Leben in den Tod.

Brandauer wirkt mit

Regisseur Vick hat mit Bariton Christoph Pohl, Sopran Sarah Wegener und Tenor Will Hartmann im Wesentlichen ein deutsches Ensemble zur Verfügung. Hinzu treten die niederländische Altistin Helena Rasker und als besonderer Star Klaus Maria Brandauer. Im April wandert die Koproduktion dann weiter an die Deutsche Oper Berlin.

Georg Friedrich Haas ist Träger des Großen Österreichischen Staatspreises für Musik. Seine erste Oper, das Werk „Nacht“, war ein Auftragswerk der Bregenzer Festspiele, das 1996 konzertant und 1998 szenisch uraufgeführt wurde.

Die Uraufführung von „Morgen und Abend“ findet am 13. November in London statt.