Christa Dietrich

Kommentar

Christa Dietrich

Super, noch ein Haus

Kultur / 23.10.2015 • 20:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Mit knapp einer Million Euro erwirtschaftet das Kunsthaus Bregenz hervorragende Erlöse. Die Kataloge, die noch Yilmaz Dziewior herausgebracht hatte, konnten sich als einzigartige Werkverzeichnisse der hier vertretenen Künstler auch auf dem internationalen Markt behaupten. Die Besucherzahlen, die sich zuletzt bei 50.000 einpendelten, sind herzeigbar. Das Programm für 2016 mit derselben Subventionssumme zu bewältigen, die heuer zu Verfügung stand, müsste der neue Direktor Thomas D. Trummer schaffen. Dass die Aufwendungen für die Kulturhäuser Betriebsgesellschaft im kommenden Jahr nicht erhöht werden, ist eine Ansage, die dem Landestheater, dessen Intendant Alexander Kubelka weitere Musiktheaterambitionen hat, einiges an Flexibilität abverlangt. Dafür ist man nach mehrjährigen Verhandlungen Hauptmieter am Kornmarkt, hat die Möglichkeit, freier zu schalten.

Da ist aber auch der Haken. Einiges im Haus ist adaptierungsbedürftig. Das kostet, denn vieles lässt sich nicht mehr auf die lange Bank schieben. Die Kulturhäuser werden somit im Jahr 2016 nicht noch größere Subventionsnehmer sein, als sie schon sind, sie benötigen aber Baubudget. Nicht zuletzt für die Ausweitung des Depots, die – so es sinnvollerweise ein Schaudepot wird – dem Vorarlberg Museum eine Dependance beschert.

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