Neuer 007 mit Österreich-Flair

Kultur / 26.10.2015 • 22:20 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Einige Szenen von „Spectre“ wurden in Tirol und in der Steiermark gedreht, der Österreicher Christoph Waltz agiert als Bond-Gegenspieler Franz Oberhauser.  Fotos: Sony Pictures
Einige Szenen von „Spectre“ wurden in Tirol und in der Steiermark gedreht, der Österreicher Christoph Waltz agiert als Bond-Gegenspieler Franz Oberhauser.  Fotos: Sony Pictures

Craig und Waltz liefern sich in „Spectre“, dem neuen Bond-Streifen, auch ein lässiges Duell. 

London. Nach dem Erfolg von „Skyfall“ stehen die Bond-Macher unter Druck. Rund um die „Spectre“-Weltpremiere, die gestern Abend in London stattfand, ist der Hype um den neuen Bond-Film riesig. In Deutschland laufen Daniel Craig, sein Film-Feind Christoph Waltz und Naomie Harris alias Miss Moneypenny zwei Tage später über den roten Teppich. In die deutschen und österreichischen Kinos kommt der Film am 5. November. Immerhin lohnt sich das Warten: Regisseur Sam Mendes hat erneut einen spektakulären, spannenden und humorvollen Thriller geschaffen.

Unheimlicher Waltz

Die Zutaten für einen guten Bond-Film, für den diesmal einige Szenen in Tirol und in der Steiermark gedreht wurden, sind bekannt. Ein Held, der im Kugelhagel cool bleibt, schöne Frauen, die Bond verfallen: Witwe Lucia Sciarra (Monica Bellucci) und Psychologin Madeleine Swann (Léa Seydoux) haben jede auf ihre Art Stil und Courage. Einen Schurken mit Weltherrschaftsambitionen, der Bond glänzen lässt: Der Österreicher Christoph Waltz spielt einen fast normal wirkenden und gerade deshalb richtig unheimlichen Franz Oberhauser mit Bravour. Auch einige Nebenrollen gewinnen in „Spectre“ erneut an Tiefe. So hat etwa Miss Moneypenny, von der Vorzimmerdame inzwischen zur Agentin im Innendienst avanciert, erstmals erkennbare Interessen außerhalb des Geheimdienstes. „Man nennt es Leben“, belehrt sie denn auch ihren Chef am Telefon. Mit Judy Dench war Bonds Chef(in) M bereits vom Auftraggeber hinterm Schreibtisch zu einem echten Gegenüber geworden, jetzt nimmt Nachfolger Ralph Fiennes sogar eine Waffe in die Hand.

Das Thema des neuen Bond könnte aktueller kaum sein: Mit C taucht ein mächtiger Bürokrat auf der MI6-Bildfläche auf, der nicht an Agenten mit der Lizenz zum Töten glaubt, sondern an Kontrolle durch totale, vernetzte Überwachung. Das klingt nach NSA und GCHQ, und das soll es auch.

“Spectre“ kommt ab 5. November in die österreichischen und deutschen Kinos.