Christa Dietrich

Kommentar

Christa Dietrich

Krotta-Rock statt Kürbis

01.11.2015 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Fasching schon Ende Oktober ist wohl nicht nur einigen suspekt, wobei der schon länger existierende 11. 11. mitunter ebenfalls so gruselig erscheint wie der jüngere Saufgrund Halloween. Unverdrossen und ohne Theaterblutschminke, die auch im Dornbirner Straßenbild unübersehbar war, stapfte man also am Samstagabend zur „Krottahägl“-CD-Präsentation.

Dass die Entscheidung für Krotta-Rock anstelle der ausgehöhlten Kürbisse eine gute war, steht auch am Tag darauf noch fest. Den Titel „Blieb subar“ versteht man – völlig unverkatert – als kleinen Seitenhieb auf die Heuchelei. Die Texte von Hubert Boschetto sind nicht mehr von Weltschmerz durchdrungen als es gut erträglich ist, sind sie doch mindestens so ehrlich wie die Musik. Damit sind wir beim Wichtigsten, denn hoppla, in der Vorarlberger „Mundartrockszene“ wird man dem Genre also doch gerecht. Nicht dass der stark präsente Blues verzichtbar wäre, aber die rockigere Gangart, der hier unter anderem noch Karl Waibel, Andy Mohr, Peter Bader und Robert Bernhard folgen, ist eine willkommene Alternative.

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