Literatur stellt sich der Welt

01.11.2015 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Rainald Goetz. Foto: EPA
Rainald Goetz. Foto: EPA

Goetz erhielt den Büchner-Preis, Setz wurde mit dem Raabe-Preis geehrt.

Darmstadt, Braunschweig. Der deutsche Schriftsteller Rainald Goetz (61) wurde mit dem renommierten, mit 50.000 Euro dotierten Georg-Büchner-Preis ausgzeichnet. Die Ehrung gilt als wichtigste literarische Auszeichnung in Deutschland und wird in Darmstadt vergeben.

Mit dem ebenfalls renommierten, mit 30.000 Euro dotierten Wilhelm-Raabe-Literaturpreis ist der österreichische Schriftsteller Clemens J. Setz (33) am Wochenende in Braunschweig geehrt worden. Die Jury würdigte den Sprachwitz und die hohe Ästhetik seiner jüngsten Texte.

Rainald Goetz habe sich „mit einzigartiger Intensität zum Chronisten der Gegenwart und ihrer Kultur gemacht“, hieß es in der Begründung der Jury. Nach der Meinung von Goetz könnten Schriftsteller gar nicht politisch sein, dafür seien sie mit ihrer Arbeit nicht schnell genug. „Literatur stellt sich der Welt, aber langsam. Unendlich langsam.“ Politik sei die Sache des Journalismus. Allerdings könnten sich Schriftsteller auch der Methoden des Journalismus bedienen, etwa bei der Recherche.

Clemens J. Setz. Foto: APA
Clemens J. Setz. Foto: APA