Erst das 31. Jahr wird spannend

Kultur / 04.11.2015 • 19:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Vermittlungsprojekte, wie die großartige Produktion „Kommissarin Flunke“, soll es wieder geben.  Foto: Stiplovsek
Vermittlungsprojekte, wie die großartige Produktion „Kommissarin Flunke“, soll es wieder geben. Foto: Stiplovsek

Sein 30-Jahr-Jubiläum feiert das Symphonieorchester Vorarlberg mit einem durchwachsenen Programm.

Dornbirn. (VN-cd) Zwei CD-Projekte, eine Oper mit dem Landestheater, einen Umtrunk nach den Konzerten am 4. und 6. Dezember, ein Programm mit Dvorák, Adams, Brahms, Bizet, Mozart, Richard Strauss und immerhin mit dem Zeitgenossen Thomas Thurnher: Zum Jubiläumsjahr – das Symphonieorchester Vorarlberg wurde 1984 als Verein gegründet und gab 1985 sein erstes Konzert als Landesorchester – bietet man vorerst keine musikalischen Überraschungen. Erst auf Anfrage der VN verriet Geschäftsführer Thomas Heißbauer, dass man eine Zusammenarbeit mit dem gefeierten Komponisten Georg Friedrich Haas plant. In der kommenden Saison trachtet man danach, ein Werk des Österreichers im Angebot zu haben, der gerade einer Opernuraufführung in London entgegensieht und den die Bregenzer Festspiele einst mit Aufträgen gefördert haben. Geplant sind nach der großartigen „Kommissarin Flunke“ auch weitere Musikvermittlungsprojekte.

Zahlreiche Abonnenten

Die gut getaktete Auseinandersetzung mit dem Musikschaffen früherer Jahrhunderte (zu Dvoráks 9. Symphonie werden beim kommenden Konzert auch die Symphonischen Variationen des böhmischen Komponisten gespielt) honoriert das Publikum mit entsprechender Treue. Das Symphonieorchester Vorarlberg hat rund 1800 Abonnenten. Diesen will man das zeitgenössische Musikschaffen „dosiert“ anbieten, erklärt Heißbauer die Programmierung. Bei einem stärkeren Gegenwartsbezug verhalte sich das Publikum reserviert. Chefdirigent Gérard Korsten, der „mit Stolz“ auf die geleistete Arbeit zurückblickt, leitet in der laufenden Saison zwei Konzerte. Er ist seit zehn Jahren im Amt, aufgebaut wurde das Orchester von Christoph Eberle. Das Gesamtbudget beträgt inzwischen 1,3 Millionen Euro, mit 510.000 Euro wird der Klangkörper nun vom Land Vorarlberg subventioniert.

Symphonieorchester Vorarlberg 2015/2016

» 4. Dezember, Montforthaus Feldkirch

» 6 . Dezember, Festspielhaus Bregenz
Dirigent: Gérard Korsten
Werke von Dvorák und Adams
Mitwirkende: Apollon Musagete Quartett

» 16. Jänner, Montforthaus Feldkirch

» 17. Jänner, Festspielhaus Bregenz
Dirigent und Oboist: François Leleux
Werke von Bizet, Hummel und Brahms

» 11 Termine ab 3. Februar bis März, Kornmarkttheater Bregenz.
Dirigent: Ingo Ingensand
Regie: Sigrid Herzog
Wolfgang A. Mozart: „Die Entführung aus dem Serail“

» 27. März, Montforthaus Feldkirch

» 28. März, Festspielhaus Bregenz
Dirigent: Gérard Korsten
Werke von Thomas Thurnher, Strauss, Elgar, Respighi

» 29. April, Reichshofsaal Lustenau

» 30. April, Montforthaus Feldkirch

» 1. Mai, Festspielhaus Bregenz
Dirigent: Ola Rudner
Werke von Schreker, Britten und Beethoven