Historiker Hans Mommsen (85) gestorben

05.11.2015 • 21:11 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

München. Hans Mommsen, einer der bedeutendsten deutschen Historiker, ist tot. Der Wissenschaftler starb am Donnerstag, dem Tag seines 85. Geburtstags.

Mommsen lehrte bis zu seiner Emeritierung 1996 als Professor für Neuere Geschichte an der Ruhruniversität in Bochum. Er hatte sich vor allem durch seine Forschung über den Nationalsozialismus einen Namen gemacht. Weitere Forschungsschwerpunkte waren die Arbeiterbewegung und die Weimarer Republik. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann er an der Universität Tübingen, es schlossen sich Stationen in München, Heidelberg und Bochum an. Sein bislang letztes Buch erschien 2014. Mit dem Titel „Das NS-Regime und die Auslöschung des Judentums in Europa“ zog er die Bilanz seiner Forschung.