Freudenhaus geht, „Seelax“-Festival bleibt

Kultur / 16.11.2015 • 20:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Freudenhaus wird in Lustenau aufgestellt, in Bregenz gibt es dafür gleich mehrere Alternativen. Foto: Stip
Das Freudenhaus wird in Lustenau aufgestellt, in Bregenz gibt es dafür gleich mehrere Alternativen. Foto: Stip

Pramstaller bespielt 2016 nicht nur die Seeanlagen, sondern auch den Kornmarkt und weitere Orte.

Bregenz, Lustenau. (VN-cd) Das Freudenhaus ist in wenigen Jahren zu einer der beliebtesten Einrichtungen in der Landeshauptstadt geworden. Dass die Bedeutung des Namens ein Schmunzeln hervorruft, konnte Willi Pramstaller, ein Altmeister der Vorarlberger Kulturszene, von Anbeginn an gut verwerten, letztendlich sicherte ihm aber nicht nur das edle Zelt-Ambiente, sondern die Qualität der Veranstaltungen im Bereich Kabarett, Musik, Zirkus und Theater den Erfolg.

Bekanntermaßen ist sein Vorhaben, das Freudenhaus-Zelt mehrere Monate in den Seeanlagen zu verankern, nicht aufgegangen. Landschaftsschutzauflagen erschwerten ein Umwidmungsverfahren im sensiblen Uferbereich. Während das Freudenhaus in den Millennium Park nach Lusten­au übersiedeln wird, bleibt den Bregenzern zumindest die Freude erhalten. Das „Seelax“-Programm, wie Pramstaller sein Angebot für die Landeshauptstadt nennt, wird sich nicht nur – terminlich eng begrenzt – in den Seeanlagen abpielen, sondern an weiteren Orten. Beispielsweise im Theater am Kornmarkt und im „shed 8“-Areal im Stadtteil Vorkloster, dort also, wo das Theater Kosmos im Juli und August ohnehin Sommerpause macht.

Gedeihliche Verhandlungen

Kulturstadträtin Judith Reichart berichtet im Gespräch mit den VN von gedeihlichen Verhandlungen, die am Montagvormittag in die Zielgerade gekommen sind. „Seelax“ erhalte ein neues Format; dass die Stadt an den Veranstaltungen interessiert sei, stehe außer Frage, das lasse sich auch beziffern. Die Subvention beträgt rund 35.000 Euro.

Neue Herausforderung

Willi Pramstaller, der in seinen Ausführungen noch ein leises Bedauern mitschwingen lässt, spricht inzwischen aber auch von neuen Herausforderungen. Abgesehen davon, dass er etwa für die Abende mit den Kabarett- und Musikkabarettschwergewichten Gerhard Polt und Helge Schneider ohnehin das Festspielhaus anmietet, könne sich Ende Juli am Kornmarkt (etwa mit dem Ensemble Franui), im August im „shed 8“-Areal und im Rahmen eines kleinen Schaubuden-Festivals Mitte des Sommers in den Seeanlagen etwas Spannendes entwickeln. In Lustenau will er sein Freudenhaus mehrere Monate stehen lassen und breit gefächert ein buntes Programm anbieten.

Das, was wir nun machen, ist für mich durchaus spannend.

Willi Pramstaller