Heimo Zobernig erhält großen Kunstpreis

Kultur / 26.11.2015 • 20:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Der im KUB präsente österreichische Künstler wird mit dem hochdotierten Haftmann-Preis ausgezeichnet.

Bregenz, Zürich. Der Stiftungsrat der Roswitha-Haftmann-Stiftung hat beschlossen, Heimo Zobernig für sein unbeirrtes, vielfältiges Schaffen und für sein stringentes Gesamtwerk mit dem Roswitha-Haftmann-Preis auszuzeichnen.

Der österreichische Künstler arbeitet in unterschiedlichen Medien, wie Skulptur, Malerei, Video und Performance. Ausgehend von der geometrischen Abstraktion interpretiert er die Hauptthese der Minimal Art „You get what you see“. Seine frühen schwarzen Skulpturen wirken auf den ersten Blick wie schwere, industriell gefertigte architektonische Elemente, bei genauem Hinsehen handelt es sich aber um handgearbeitete lackierte Kartonskulpturen. Die reduzierte Formensprache setzt sich mit dem russischen Konstruktivismus, der niederländischen De-Stijl-Bewegung oder den Zürcher Konkreten auseinander.

Biennale und KUB

Seit 2000 hält Zobernig eine Professur für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Auf Einladung von Yilmaz Dziewior, dem ehemaligen Direktor des Kunsthauses Bregenz und Österreichs Kommissär für die Biennale, gestaltete er heuer den österreichischen Pavillon in Venedig.

Die Ausstellung von Heimo Zobernig im Kunsthaus Bregenz ist noch bis 10. Jänner 2016 geöffnet. Zobernig ist der sechzehnte Künstler, dem der mit 150.000 Schweizer Franken dotierte Kunstpreis zuteil wird.