Ophüls-Festival mit Frauen und Flüchtlingen

Kultur / 05.01.2016 • 21:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Saarbrücken. Nachwuchsfilmer steigen nach Beobachtung der Leiterin des renommierten Max-Ophüls-Festivals immer später ins Filmgeschäft ein. „Nicht mehr die ganz jungen Regisseure, sondern Regisseure so um die 30 machen die Filme“, sagte Gabriella Bandel. Viele Filmemacher gingen einen längeren Weg als früher.

Dies spiegle sich auch in den Themen wieder. Das Erwachsenwerden sei nicht mehr so ganz nah. Es gehe eher um die eigenen Erfahrungen und einen anderen Blickwinkel auf die Gesellschaft. In Saarbrücken laufen vom 18. bis 24. Jänner rund 160 Filme. Laut Bandel handelt es sich oft um „reife, mutige Projekte“. Diese unterschieden sich sowohl von der Thematik als auch von der Erzählweise her oft von den in den vergangenen Jahren konkurrierenden Filmen. So handelten viele von Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Bisher hätten vor allem junge, aggressive Männer im Mittelpunkt gestanden. Ein Themenschwerpunkt im Begleitprogramm solle das Flüchtlingsthema bilden. Es gibt eine Reihe mit Streifen von syrischen Filmemachern, die fliehen mussten.