Protest von Ai Weiwei gegen Asylpolitik

Kultur / 27.01.2016 • 21:23 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Kopenhagen. Aus Protest gegen die Flüchtlingspolitik der Regierung zieht der chinesische Künstler und Aktivist Ai Weiwei seine Werke aus zwei dänischen Museen zurück. Nach der Entscheidung des dänischen Parlaments, Flüchtlingen Wertgegenstände abzunehmen und damit ihren Aufenthalt zu finanzieren, wolle er nicht, dass seine Werke noch länger im Aros-Museum in Aarhus und in der Faurschou Foundation in Kopenhagen zu sehen seien, teilte Ai über soziale Medien mit.

Beide Einrichtungen bestätigten die Information. Aros-Direktor Erlend Høyersten sagte, er habe großen Respekt vor Ais Kritik an der dänischen Einwanderungspolitik. „Aber ich finde es unangemessen, dass ein ganzes Volk für die Regierungspolitik bestraft wird“, fügte er hinzu. Das Parlament in Kopenhagen hatte am Dienstag beschlossen, dass Flüchtlinge allen Besitz abgeben müssen, der den Gesamtwert von 10.000 Kronen (1340 Euro) überschreitet. Erst danach haben sie Anspruch auf Sozialleistungen. Gegenstände von „emotionalem Wert“ wie Eheringe sollen von der Regelung ausgenommen bleiben.