Gurlitts Familie will Raubkunst zurückgeben

Kultur / 18.03.2016 • 19:46 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

München, Salzburg. Die Familie des umstrittenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt hat bekräftigt, Raubkunst zurückgeben und große Teile der Sammlung öffentlich zeigen zu wollen – sofern sie den Rechtsstreit um das Erbe gewinnt. Unterstützt von weiteren Angehörigen kämpft Gurlitts Cousine Uta Werner um Hunderte Kunstwerke, die Gurlitt kurz vor seinem Tod dem Kunstmuseum Bern zugesprochen hat.

Etwaige Raubkunst in der Sammlung, die vom NS-Kunsthändler Hildebrand Gurlitt aufgebaut worden war, werde gemäß den – eigentlich nur für Museen verbindlichen – Washingtoner Prinzipien den Eigentümern beziehungsweise deren Nachfahren zurückgegeben. 2013 war bekannt geworden, dass rund 1280 Kunstwerke in Gurlitts Münchner Wohnung von der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt worden waren. Zwei Jahre später tauchten weitere 238 Gemälde in Gurlitts verwahrlostem Haus in Salzburg auf. Bei Hunderten davon bestand Verdacht auf Nazi-Raubkunst. Gurlitt war im Mai 2014 gestorben.