Kunstwerke aus Gurlitt-Fund in Ausstellungen

Kultur / 04.04.2016 • 19:48 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Bonn, Bern. Das Interesse dürfte riesig sein: Kunstwerke aus dem Nachlass des umstrittenen Sammlers Cornelius Gurlitt sollen im kommenden Winter in zeitgleichen Ausstellungen in Bonn und in Bern gezeigt werden. Das Gemeinschaftsprojekt werde den aktuellen Forschungsstand zum „Schwabinger Kunstfund“ präsentieren und zur Transparenz beitragen, kündigten die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum in Bern an.

Die Bonner Ausstellung soll auch dazu beitragen, weitere Hinweise zu offenen Provenienzen von Werken der Sammlung zu finden. Auch werde an Schicksale der von den Nazis verfolgten Kunstsammler und ihrer Werke erinnert. Gurlitts Vater Hildebrand war einer der wichtigsten Kunsthändler der Nazis. Daher besteht der Verdacht, dass einige Stücke Raubkunst sein könnten. Eine Taskforce konnte bislang in fünf Fällen eindeutig NS-Unrecht nachweisen.