Film „Toni Erdmann“ im Cannes-Hauptrennen

Kultur / 14.04.2016 • 18:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Regisseurin von „Toni Erdmann“, Maren Ade, gewann für „Alle Anderen“ einmal den Silbernen Bären der Berlinale. Foto: AP
Die Regisseurin von „Toni Erdmann“, Maren Ade, gewann für „Alle Anderen“ einmal den Silbernen Bären der Berlinale. Foto: AP

Als Konkurrenten von Maren Ade und Peter Simonischek sind Stars wie Jarmusch oder Almodóvar dabei.

Cannes. Acht Jahre nach „Palermo Shooting“ von Wim Wenders ist beim Filmfestival in Cannes wieder ein deutscher Film im Rennen um die Goldene Palme. Nominiert wurde „Toni Erdmann“ von Maren Ade, wie die Organisatoren des weltweit wohl wichtigsten Filmfestes (11. bis 22. Mai) mitteilten. In „Toni Erdmann“ der deutschen Regisseurin Maren Ade spielt der Österericher Peter Simonischek einen Musiklehrer mit ausgeprägtem Hang zum Scherzen, der seine Tochter, eine weltweit tätige Unternehmensberaterin, überraschend besucht.

Das Rennen verspricht spannend zu werden. Denn auf der Liste mit bislang 20 Beiträgen stehen große Namen des Weltkinos. Mit „Paterson“ von Jim Jarmusch ist wieder einer der bedeutendsten Vertreter des amerikanischen Independentfilms dabei. Der Brite Ken Loach wird „I, Daniel Blake“ präsentieren, ein Sozialdrama um einen 59-jährigen Handwerker.

Mit „The Last Face“ ist Sean Penn diesmal in die Rolle des Regisseurs geschlüpft. Ein weiterer amerikanischer Regisseur, der um die Goldene Palme buhlen darf, ist Jeff Nicols mit dem Rassismus-Drama „Loving“.

Der Frankokanadier Xavier Dolan kehrt mit „Juste la fin du monde“ auf die Croisette zurück. Spaniens Meisterregisseur Pedro Almodóvar wird „Julieta“ zeigen, ein Drama über eine Frau, die zwischen Wahnsinn und Erinnerung schwankt. Jean-Pierre und Luc Dardenne präsentieren „La fille inconnue“. Den Startschuss gibt Woody Allen außer Konkurrenz mit „Café Society.