Wortgewaltiger Einsatz für die Demokratie

Kultur / 22.04.2016 • 20:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Stasiuk punktete mit fundiertem Geschichtswissen. Foto: EPA
Stasiuk punktete mit fundiertem Geschichtswissen. Foto: EPA

Andrzej Stasiuk erhält Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur.

Wien. Hierzulande kennt man ihn vor allem durch sein 2013 am Grazer Schauspielhaus uraufgeführtes Stück „Thalerhof“, in dem er sich mit dem ehemaligen Straflager auseinandersetzte. Nun erhält der 55-jährige polnische Autor Andrzej Stasiuk den mit 25.000 Euro dotierten Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur. „Es freut mich besonders, dass wir heuer einen Schriftsteller auszeichnen können, der stets Position bezieht, wenn es um aktuelle politische Herausforderungen in Polen und Europa geht, der sich stimm- und wortgewaltig für demokratische Werte wie die Medien- und Meinungsvielfalt in seiner Heimat einsetzt“, so Kulturminister Josef Ostermayer.

Stasiuk wurde am 25. September 1960 in Warschau geboren. Nach einem Gefängnisaufenthalt wegen seiner Desertion vom Militärdienst veröffentlichte er 1992 sein erstes Buch „Die Mauer von Hebron“, in dem er seine Erlebnisse verarbeitete. Es folgten Romane wie „Der weiße Rabe“, „Die Welt hinter Dukla“ oder „Hinter der Blechwand“. Zuletzt erschien im Verlag Suhrkamp Verlag der Band „Der Osten“.