„Böse Vögel“ auf der Leinwand

Kultur / 10.05.2016 • 17:57 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der „Angry Birds“-Kosmos hat sich enorm ausgeweitet: Nun kommt er auf die Leinwand.  Sony Pictures
Der „Angry Birds“-Kosmos hat sich enorm ausgeweitet: Nun kommt er auf die Leinwand. Sony Pictures

Der erste Kinofilm soll den „Angry Birds“ zu einem erneuten Höhenflug verhelfen.

Animationsfilm. Sieben Jahre bevölkern die komischen bunten Vögel nun schon Smartphones rund um den Globus. Auf Millionen Handys tobt der Kampf der Vögel gegen die eierklauenden grünen Schweine. Im Laufe der Zeit hat sich der „Angry Birds“-Kosmos enorm ausgeweitet: Es gibt (natürlich) Konsolen-, PC- und auch Gesellschaftsspiele, es existieren Plüsch-, Plastik- und Gummitiere, die Tiere sind auf Klamotten, Tassen und Bettwäsche zu sehen. Doch zuletzt stockte das Geschäft mit den bunten Vögeln. Die Hoffnungen ruhen jetzt auf dem ersten Kinofilm, der die große Merchandising-Maschinerie nochmal so richtig anheizen soll. Ab Freitag läuft der Film in unseren Kinos.

Sorgenfreies Leben

„Angry Birds – Der Film“ heißt das Animationswerk schlicht, und am Ende lässt sich ein Teil zwei schon erahnen. Doch zunächst zum ersten Film, der in 2D und 3D in die Kinos kommt: In friedlicher Eintracht leben die freundlichen bunten Vögel auf Bird Island ein sorgenfreies Leben. Nur so mancher mag nicht so recht in diese Idylle passen. Schließlich gibt es gewisse schräge Vögel, an deren Verhalten man noch merkt, dass Vögel von den Dinosauriern abstammen.

Da ist Red, die rote Gallionsfigur der „Angry Birds“-Reihe und mittlerweile UN-Botschafter für Nachhaltigkeit. Red (gesprochen von Christoph Maria Herbst) fährt einfach schnell aus der Haut und lässt das die anderen auch spüren. Außerdem gibt es Chuck (Axel Stein), der hyperaktive gelbe Wirbelwind, sowie schwarze Bombe (Axel Prahl), ein gemütlich-runder Kerl, der aber manchmal einfach explodiert.

Die drei Vögel lernen sich – wo sonst – in der Wut-Therapie kennen, um ihre Probleme loszuwerden. Ein Glück für die gesamte Vogelgemeinde, was diese aber noch gar nicht ahnt. Denn schon bald landet ein eigenartiges Schiff mit eigenartigen Wesen an der Küste ihrer Insel – die Schweine. Und die haben es nur auf eines abgesehen: Die Eier der Vögel, denn daraus kann man wunderbare Omeletts zaubern. Doch da haben sie die Rechnung ohne die Wut-Patienten gemacht.

Witziges Animationsabenteuer

Columbia Pictures und Rovio Entertainment haben ein actionreiches, durchaus witziges Animationsabenteuer geschaffen. Die Gewalt ist so verpackt, dass kleinere Kinder ohne Bedenken zuschauen können. Es gibt einige gelungene Gags, über die auch Erwachsene lachen.

Allerdings ist „Angry Birds“ auch ein Film, den sich Erwachsene wohl meist nur ihrer Kinder wegen anschauen. Ihm fehlt die Tiefe, die aus einem Cartoon mehr macht als nur ein Trickfilmabenteuer. Mit einer solchen zweiten Ebene überzeugten zuletzt Animationsfilme wie „Zoomania“ über Tiere mit allzu menschlichen Problemen oder „Alles steht Kopf“ über das Innenleben einer vorpubertären Zwölfjährigen. Doch wer mit Kindern in den Film geht, macht sicherlich wenig falsch.

Filminfos

» Regie: Fergal Reilly, Clay Kaytis
» Orginalstimmen: Jason Sudeikis, Josh Gad, Danny McBride

» Verleih: Sony Pictures Filmverleih

» läuft ab 13. Mai im Kino