Tragfähiger Einfall und eine rasante Schreibe

22.07.2016 • 16:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Roman. Unter den vielen Protagonisten der österreichischen Krimilandschaft zählen der Ex-Journalist und nunmehrige Provinz-Totengräber Max Broll und sein Spezi, der Ex-Fußballprofi Johann Baroni, zu den eigentümlichsten und liebenswertesten. Eigentlich wollen die beiden nichts lieber, als friedlich auf der Terrasse sitzen und über den Friedhof zu schauen. Doch dauernd passiert etwas. In „Interview mit einem Mörder“ zum Beispiel wird Broll, vom frischen Eigenanbau-Stoff seines afrikanischen Pfarrers noch ganz high, dazu genötigt, an der Eröffnung von Baronis neuem Würstelstand teilzunehmen und wird dabei Zeuge eines Schussattentats auf seinen Freund.

Der Tiroler Schriftsteller Bernhard Aichner, der mit stilsicheren, rasanten Romanen auf sich aufmerksam gemacht hat, verbucht seit einigen Jahren als Krimiautor großen Erfolg. Er hat auch diesmal einen tragfähigen Grundeinfall und baut Dialogpassagen ein, die der Geschichte Schwung verleihen.

Bernhard Aichner: „Interview mit einem Mörder“, Haymon Verlag, 288 Seiten