Daheim wird viel verlangt

Kultur / 24.07.2016 • 21:28 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Viel Blech, weniger Witz: „Holstuonar“-Auftritt am Samstagabend in der Harder Kammgarn. Foto: VN/cd
Viel Blech, weniger Witz: „Holstuonar“-Auftritt am Samstagabend in der Harder Kammgarn. Foto: VN/cd

Beim Foen-X-Festival mussten sich die „Holstuonar“ mehr als sonst ins Zeug legen.

Hard. (VN-cd) Schon nach wenigen Nummern musste Vorarlbergs Exportschlager im Rahmen des Foen-X-Festivals in der Harder Kammgarn erkennen, dass sich die stets angesprochenen „Freunde der Blasmusik“ nur vereinzelt unter jenes Publikum gemischt hatten, das an diesem Ort auch dann Kreativleistungen verlangt, wenn der „holstuonarmusigbigbandclub“, kurz „hmbc“, ein seltenes Heimspiel absolviert.

In neuer Besetzung mit mehr Blech ausgestattet (von Broger über die Bärs bis Natter, Weber und Hörtnagl spielen alle mehrere Instrumente), sind Verweise auf die Ufftata-Millionenhits verlockend, in Kulturzentren wie der Kammgarn wirken sie allerdings so ausgelaugt wie die Bemerkung, dass ein Bierchen ein adäquates Frühstücksgetränk sei. Nach einer auch im Tonfall skurril auf die Spitze getriebenen Italo-Schmonzette, zeigte der „hmbc“, dann aber doch, dass man die Stimmen und das Instrumentarium exzellent und anspruchsvoll auf verschiedene Facetten des Jazz zu trimmen versteht.

Am 29. Juli in der Kammgarn: Andrea Braido. Das Foen-X-Festival dauert bis 20. August.