Festivalstart mit „Parsifal“ wurde Opfern gewidmet

Kultur / 25.07.2016 • 19:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mit „Parsifal“ wurden gestern Abend die Wagner-Festspiele in Bayreuth eröffnet. Foto: Nawrath, Dpa
Mit „Parsifal“ wurden gestern Abend die Wagner-Festspiele in Bayreuth eröffnet. Foto: Nawrath, Dpa

Wagners Werk kommt in sakraler Atmosphäre mit Verweisen auf das Flüchtlingsthema auf die Bühne.

Bayreuth. Überschattet von den jüngsten Bluttaten starteten am Montagabend die 105. Bayreuther Festspiele. Die Eröffnung des weltberühmten Festivals wurde von einem großen Polizeiaufgebot gesichert. Nach den Bluttaten von Würzburg, München und Ansbach war der rote Teppich für die Prominenz ebenso abgesagt worden wie der traditionelle Staatsempfang. Zur Eröffnung stand Richard Wagners Oper „Parsifal“ in einer Neuinszenierung von Uwe Eric Laufenberg auf dem Spielplan.

Laufenberg zeigt Wagners Spätwerk in sakraler Atmosphäre, aber auch mit Verweisen auf die Flüchtlingsthematik. Der erste Aufzug mit der Enthüllung des Heiligen Grals ist in einer Kirche angesiedelt. Dort stehen zunächst Feldbetten. Später zoomt eine Kamera hinaus in eine Umgebung mit brennenden Gebäuden. Hartmut Haenchen dirigierte zügig. Georg Zeppenfeld sang den Gurnemanz, Ryan McKinny gab einen leidenden Amfortas, blutüberströmt, mit Wundmalen und Dornenkrone. Die Titelrolle verkörpert Startenor Klaus Florian Vogt.

Vor Beginn war auf dem Vorhang zu lesen, dass die Festspiele die Aufführung allen Opfern der Gewalttaten vergangener Tage und ihren Angehörigen widmen.

Die Bayreuther Festspiele
dauern heuer bis 28. August:
www.bayreuther-festspiele.de