Kupferstich von Dürer auf dem Flohmarkt entdeckt

28.07.2016 • 17:34 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Stuttgart. Die Staatsgalerie Stuttgart freut sich über einen ebenso wertvollen wie auch überraschenden Rückkehrer: Ein elsässischer Sammler und Archäologe kaufte einen Kupferstich von Albrecht Dürer (1471–1528), der als Kriegsverlust galt, auf einem Flohmarkt und schenkte ihn der Graphischen Sammlung des Museums. Der Kupferstich zeigt Maria mit dem Kind, bekrönt von einem Engel. In der Inventarliste der Graphischen Sammlung und seit 2003 auch in der Datenbank „Lost-Art“ des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste ist das Werk als Kriegsverlust aufgeführt. Umso größer ist die Freude über den außergewöhnlichen Fund. Der elsässische Sammler entdeckte den Kupferstich mit dem Stempel der Staatsgalerie Stuttgart auf der Rückseite auf einem Flohmarkt in Sarrebourg (Lothringen).

Das wiedergefundene Blatt mit der hoheitsvollen Mutter Gottes ergänzt eine Reihe von 15 Kupferstichen mit der Darstellung der Maria und dem Jesuskind von Albrecht Dürer, die er zu verschiedenen Zeiten schuf.