Fürstliche Kunst für Fürstenresidenz

29.07.2016 • 18:40 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
„Diana und ihre Nymphen bei der Rast nach der Jagd“ von Hans von Aachen, um 1602. Foto: Fürstliche Sammlung Liechtenstein
„Diana und ihre Nymphen bei der Rast nach der Jagd“ von Hans von Aachen, um 1602. Foto: Fürstliche Sammlung Liechtenstein

Das Salzburger Domquartier zeigt Prachtbilder der Sammlungen Liechtenstein.

salzburg. Die Schau „Menschenbilder Götterwelten“ vereint Meisterwerke berühmter Künstler aus mehreren Jahrhunderten. Ein großer Teil der Bilder und Skulpturen stammt aus den Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein. Sammlungsdirektor und Kurator Johann Kräftner stellte allein fünf Werke von Rubens zur Verfügung. Ob es auch künftig derartige Kooperationen zwischen Salzburg und den Liechtenstein-Sammlungen geben könnte, ist offen. „Nachdenken kostet nichts“, meinte Kräftner.

Die in zehn Räumen der Residenzgalerie ausgestellten Bilder zeigen die Entwicklung des Menschen- und Götterbildes über die Jahrhunderte. Es beginnt mit religiösen Tafelbildern wie dem um 1500 entstanden „Schmerzensmann“ von Palmezzano. Maler wie Van Dyck oder Rubens stehen für die Darstellung der großen Figuren des Alten und Neuen Testaments. Die Auseinandersetzung mit der Antike spiegelt sich in monumentalen Rubens-Bildern wie „Mars und Rhea Silvia“ oder „Ganymed“ wider. Gerade im Barock seien die Identitäten oft zweideutig, sagte Kräftner.

Das Bild des antiken Gottes wäre manchmal zum Vorwand genommen worden, um sich mit dem Körper des Menschen zu beschäftigen. „Da war der Künstler dann nicht angreifbar.“

Ob es auch künftig Kooperationen geben könnte, ist offen.

Johann Kräftner

Die Ausstellung ist vom 30. Juli bis 16. Oktober in der Residenzgalerie, Domquartier Salzburg zu sehen: www.domquartier.at