So viele ausverkaufte Konzerte wie noch nie

Kultur / 19.08.2016 • 21:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Vorband „Kytes“ heizte die Stimmung in der Halle an. Die vier Münchner bewiesen Potenzial zum Headliner.  Foto: MATTHIAS RHOMBERG
Die Vorband „Kytes“ heizte die Stimmung in der Halle an. Die vier Münchner bewiesen Potenzial zum Headliner. Foto: MATTHIAS RHOMBERG

Das Poolbar-Festival neigt sich dem Ende zu. Bauer ist zufrieden mit den Besucherzahlen.

FELDKIRCH. Zufrieden zieht Herwig Bauer, der Geschäftsführer des Festivals, eine Bilanz: „So gut wie heuer lief das Programm noch nie. In unserer 23-jährigen Geschichte hatten wir die meisten ausverkauften Konzerte. Teils mussten Kartenkontingente hochverlegt werden, da im Vorverkauf ein so starker Andrang war.“ Nicht nur die erwartungsgemäß überwältigenden Auftritte der Headliner waren ausverkauft, auch die Plätze von kleineren Formaten wie dem Poetry Slam waren restlos besetzt. Überrascht war Herwig Bauer über den Erfolg von „Dispatch“: „Zwar ist die Band weltweit heiß geliebt, doch dass ausgerechnet dieses Konzert zum schnellstausverkauften in der gesamten Poolbar-Geschichte wird, hätten wir uns nicht erträumt.“ Künstlerische Highlights aus der Sicht des Geschäftsführers waren „Quantic“, „The Very Best“, „Lola Marsh“ und „Dan Mangan“. Drei Acts, die als Vorbands gebucht waren, hätten laut Bauer sogar Headlinerstatus verdient. Dazu gehören „Koenig“, „White Miles“ und „Kytes“. Letztere begeisterten vergangenen Donnerstagabend eine ausverkaufte Halle, bevor die irische Indie-Rockband „Walking On Cars“ den stimmungsvollen Abend abrundete. Das Publikum war bunt durchmischt. Als der Sänger der „Kytes“ fragte, wer aus Feldkirch sei, grölte ihm nur ein kleiner Teil der Masse zustimmend entgegen. Das Poolbar-Festival zieht Musikfans aus allen Ecken Vorarlbergs und aus Nachbarländern an.

Kreative Gestaltung

Auch die architektonische Außengestaltung des Alten Hallenbads erreichte in diesem Sommer ihren kreativen Höhepunkt. „Wir bekommen jedes Jahr positive Rückmeldungen für das Außen- sowie Innendesign, aber dieses Mal war das Feedback überwältigend“, meint Bauer. Im Februar trafen sich 50 kreative Köpfe, die gemeinsam in verschiedenen Workshops darüber tüftelten, wie das Festivalgelände ins beste Licht gerückt werden kann. Die Teilnehmenden waren hauptsächlich Studenten aus facheinschlägigen Ausbildungen. „Eine besondere Aufwertung für die Workshop­reihe war, dass einige Universitäten ihren Studenten die Teilnahme im Studium anrechneten“, erzählt Bauer nicht ohne Stolz.

Der Integrationstag

Das vierte Poolbar-Fußball-Invitational-Turnier fand unter einem besonderen Motto statt. Ein Tag der Integration sollte es werden. Bunt gemischte Teams stellten sich der sportlichen Herausforderung. Darunter befanden sich etwa Symphoniker und Flüchtlinge, auch die Poolbar-Mitarbeiter ließen sich die Chance auf den Sieg nicht entgehen. Bauer resümiert: „Der Integrationstag war für mich der schönste Tag des Festivals. Zu sehen, wie Einheimische und Flüchtlinge gemeinsam tanzen und spielen, war einzigartig.“  

Für nächstes Jahr haben die Geschäftsführer Herwig Bauer und Heike Kaufmann einiges vor. Die künstlerischen Workshops für die architektonische Gestaltung werden wieder auf die Beine gestellt. Mit Wien sollen in der kommenden Saison mehr Kooperationen stattfinden. Zu guter Letzt wird natürlich kontinuierlich am Festivalprogramm in Feldkirch gefeilt, um erneut einen erlebnisreichen Sommer im Ländle zu garantieren.

Am 20. August sorgt die österreichische Band „Leyya“ für einen angemessenen letzten Abend.