„Brauchen jetzt mehr denn je Hoffnung und Romantik“

31.08.2016 • 19:43 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Jurypräsident Sam Mendes (l.) mit Regisseur Alberto Barbera.

Jurypräsident Sam Mendes (l.) mit Regisseur Alberto Barbera.

Musical mit Emma Stone und Ryan Gosling eröffnete am Mittwoch das Filmfest Venedig.

Venedig. Terroranschläge, Amokläufe, Erdbeben: Manchmal möchte man von all den schlechten Nachrichten und Katastrophen nichts mehr wissen und sehnt sich nach Ablenkung. Das Kino war schon immer so eine Fluchtmöglichkeit, die einen zumindest für die Länge eines Filmes vieles vergessen lässt. Auch deswegen passte der Beitrag in Venedig bestens: Mit „La La Land“ stand am Mittwoch ein nostalgisches und knallbuntes Musical mit Emma Stone und Ryan Gosling als Auftakt für die 73. Internationalen Festspiele auf dem Programm.

Gleich in der ersten Szene setzt US-Regisseur Damien Chazelle den Ton für die folgenden zwei Stunden: Auf einem verstopften Highway entladen die wartenden Autofahrer ihre Energie in einer gutlaunigen Musicalsequenz. Die ist außerdem der Beginn einer Liebesgeschichte: Jazz-Enthusiast Sebastian (Gosling) und die Schauspielerin Mia (Stone) lernen sich kennen und lieben. „Ich glaube, wir brauchen jetzt mehr denn je Hoffnung und Romantik auf der Leinwand“, sagte Regisseur Chazelle am Mittwoch in Venedig. Emma Stone, die sich in Venedig gewohnt strahlend zeigte, erklärte, sie habe Musicals schon als Kind geliebt. Auch Ryan Gosling machte in der Romanze eine gute Figur – kam dann jedoch anders als erwartet nicht zur Eröffnung an den Lido.

Möglicherweise wird am 10. September ein Film mit politischen oder sozialkritischen Tönen mit dem Goldenen Löwen geehrt. Insgesamt rittern 20 Filme um den begehrten Preis. Ulrich Seidls „Safari“ wird außerhalb des Wettbewerbs gezeigt.

US-Schauspielerin Emma Stone mit Regisseur Damien Chazelle bei der Eröffnung am Lido.  Foto: APA
US-Schauspielerin Emma Stone mit Regisseur Damien Chazelle bei der Eröffnung am Lido. Foto: APA