Wenders überrascht beim Filmfest Venedig

Kultur / 01.09.2016 • 19:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wim Wenders beim Filmfest in Venedig.  Foto: AP
Wim Wenders beim Filmfest in Venedig. Foto: AP

Venedig. Auch mit 71 Jahren bleibt Wim Wenders ein Visionär. Denn während Hollywood gern in bombastischem 3D dreht, um die Effekte in Actionfilmen noch aufregender wirken zu lassen, wählt der deutsche Regisseur nun erneut einen anderen Weg: Beim Festival Venedig zeigte Wenders am Donnerstag seine Verfilmung von Peter Handkes Theaterstück „Die schönen Tage von Aranjuez“ – und inszeniert das intime Beziehungsdrama in 3D und erstmals auf Französisch. Der Film erzählt von einem Mann und einer Frau, die sich über ihre unterschiedlichen Wahrnehmungen und Vorstellungen vom Leben unterhalten. Die weibliche Hauptrolle spielt Sophie Semin, die Ehefrau von Peter Handke. Der einzige deutsche Beitrag im diesjährigen Wettbewerb wird so zu einem stimmungsvollen Werk über die Unterschiede von Mann und Frau. Der deutsche Filmemacher wurde bereits mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet: 1982 gewann er in Venedig mit „Der Stand der Dinge“.

„Die schönen Tage von Aranjuez“, der im November in die deutschen Kinos kommen soll, ist einer von insgesamt 20 Beiträgen, die im Wettbewerb um den Hauptpreis, den Goldenen Löwen, konkurrieren.