Löwe für Lav Diaz und Freudentränen bei Beer

Kultur / 11.09.2016 • 21:20 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Lav Diaz holte sich den Hauptpreis.
Lav Diaz holte sich den Hauptpreis.

Philippinischer Regisseur wurde für das Drama „The Woman Who Left“ mit dem Hauptpreis geehrt.

Venedig. Die 21-jährige Deutsche Paula Beer gewann bei den Filmfestspielen in Venedig den Preis als beste Nachwuchsschauspielerin für ihre Rolle im Drama „Frantz“. Der Löwen-Gewinner „The Woman Who Left“ erzählt von einer Frau, die nach 30 Jahren im Gefängnis vor den Scherben ihres Lebens steht. Mit dem in Schwarz-Weiß gedrehten Werk gelingt es Lav Diaz, ein Abbild der philippinschen Gesellschaft zu zeigen und Themen wie Korruption und Armut anzusprechen. Auch Regisseur François Ozon wählte für „Frantz“ schwarz-weiße Bilder. Sein Drama spielt nach Ende des Zweiten Weltkriegs, als sich eine Deutsche (Beer) und ein französischer Soldat anfreunden.

Den Großen Preis der Jury erhielt Tom Ford. Der US-Modedesigner stellte mit dem Thriller „Nocturnal Animals“ seine zweite Arbeit als Regisseur vor. Der Spezialpreis der Jury ging an Ana Lily Amirpour für das Kannibalendrama „The Bad Batch“. Für das beste Drehbuch wurde Noah Oppenheim für „Jackie“ über Jackie Kennedy ausgezeichnet. Als beste Schauspielerin wurde Emma Stone („La La Land“) gewürdigt.

Für ihre Rolle im Film „Frantz“ von François Ozon wurde die Deutsche Paula Beer ausgezeichnet.  Fotos: AFP
Für ihre Rolle im Film „Frantz“ von François Ozon wurde die Deutsche Paula Beer ausgezeichnet. Fotos: AFP