Mehr als noch eine Reihe mit jungen Musikern

Kultur / 30.09.2016 • 19:21 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Unternehmer Hans Metzler, Musikexperte Drazen Domjanic und Bgm. Armin Berchtold präsentierten die „:alpenarte“. Foto: Boehler
Unternehmer Hans Metzler, Musikexperte Drazen Domjanic und Bgm. Armin Berchtold präsentierten die „:alpenarte“. Foto: Boehler

Unternehmer starten mit dem Musikexperten Drazen Domjanic die „:alpenarte“, eine Art Talenteschmiede.

Schwarzenberg. (VN-cd) Mario Häring, jener junge aus Hannover stammende Pianist und Geiger (geb. 1989), dessen Name Musikfreunden längst geläufig ist, wird sich in den nächsten Monaten nicht nur mit seiner musikalischen Ausdrucksfähigkeit oder der Erweiterung des Repertoires beschäftigen, der Künstler, der unter anderem Stipendiat der Internationalen Musikakademie Liechtenstein war, übt sich in einer neuen Funktion, und zwar in der eines Intendanten. Eingebrockt haben ihm diese Arbeit oder Herausforderung auch einige Vorarlberger Unternehmer, darunter Hans Metzler von der MEVO-GmbH im Bregenzerwald, Hans Peter Metzler vom Hotel Das Schiff, der Schwarzenberger Bürgermeister Armin Berchtold und der Musik­experte Drazen Domjanic. Wie bereits berichtet, bilden sie das Leading-Team einer neuen Musikreihe, wobei sich die „:alpenarte“, die sich nun offiziell vorstellte, auch als Musikförderungsunternehmen bzw. als Talenteschmiede versteht.

Zwei Festivals pro Jahr

Drazen Domjanic, Leiter der „Next Generation“-Reihe und Initiator genannter Musik­akademie, bei dem etwa die Vorarlberger Aaron Pilsan und Kian Soltani auftraten, bezeichnet das Format als eines mit Zukunft. Abgesehen davon, dass man davon ausgehen kann, dass er weiterhin jene Künstler im Auge hat, die gerade im Begriff sind, alle Anforderungen zu erfüllen, um an die Spitze zu kommen, klärte er Medienvertreter nun über weitere Kernüberlegungen auf. Am Ort, wo unter anderem die Schubertiade stattfindet und ohne diese terminlich oder inhaltlich zu tangieren, will man einerseits zwei Mal pro Jahr – jeweils im Frühjahr und im Herbst – ein etwa fünftägiges Festival mit besonderem Charakter aufziehen, andererseits setzt man alles daran, junge Zuhörer in der Region zu gewinnen. Dazu klappert man nicht nur die Musikschulen ab, die in Vorarlberg und im Besonderen auch im Bregenzerwald enormen Zulauf haben, man möchte auch in den Pflichtschulen vorstellig werden. Das Unternehmer- und Politiker-Team hat sich somit viel vorgenommen und unterstreicht zudem, dass man die Kosten im Griff haben wird. 240.000 Euro beträgt das Jahresbudget, für das man auch weiterhin „klinkenputzen“ geht, also noch mehr Sponsoren gewinnen will und für das man auch EU-Töpfe anzapfen konnte. Bei einem internen Konzert im Angelika-Kauffmann-Saal werden sich Geldgeber und solche, die es noch werden sollen, demnächst von der Qualtiät der Darbietungen überzeugen.

Mario Härings Aufgabe ist es, für die Reihe im Frühjahr 2017 ein Programm zu entwerfen, Künstler einzuladen, die eine Woche in Schwarzenberg bleiben, und dabei auch das Budget und etwaige Einnahmen im Auge zu behalten. Die weiteren Intendanten stehen mit dem Geiger Yury Revich, dem Gitarristen Petrit Ceku, dem Cellisten Andrei Ionita, der Flötistin Eva-Nina Kozmus oder der Cellistin Marie Spaemann-Mela bereits fest.

Unsere Idee ist es, Schüler in der Region mit jungen Spitzenmusikern in Verbindung zu bringen.

Drazen Domjanic

Gestartet wird die Reihe im Frühjahr 2017 in Schwarzenberg, erster „Intendant in Residence“ ist der deutsche Pianist Mario Häring.