Festspiele verlängern das Spiel auf dem See

Kultur / 17.10.2016 • 21:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die „Turandot“-Krieger gehen oder haben Bregenz schon verlassen, „Carmen“ ist sozusagen bereits im Anmarsch. Foto: VN/Steurer
Die „Turandot“-Krieger gehen oder haben Bregenz schon verlassen, „Carmen“ ist sozusagen bereits im Anmarsch. Foto: VN/Steurer

Die Oper „Carmen“ wird im nächsten Sommer 28 Mal gezeigt, zwei Mal mehr als geplant.

Bregenz. Die für das Spiel auf dem See der Bregenzer Festspiele 2017 geplante Oper „Carmen“ von Georges Bizet erlebt bereits neun Monate vor dem Start der Festivalsaison am Bodensee im Vorverkauf eine rege Nachfrage. Aus diesem Grund erhöht die Festspielleitung die Anzahl der Aufführungen um zwei Termine. „Carmen“ wird damit bei der 72. Auflage des Festivals 28 Mal gezeigt. Derzeit seien bereits ein Drittel der nunmehr 189.000 Tickets gebucht. „Wir erfahren derzeit erfreulicherweise und aus nächster Nähe, was die internationalen Theater-Statistiken Jahr für Jahr feststellen: ‚Carmen‘ ist eine der weltweit beliebtesten und meistgespielten Opern“, freute sich der kaufmännische Direktor Michael Diem. Bereits 1991 und 1992, als die Oper um leidenschaftliche Liebe und spektakulären Stierkampf zuletzt in Bregenz gezeigt wurde, bescherte sie den Veranstaltern den damaligen Besucherrekord.

Inszeniert wird Bizets Oper im Sommer 2017 von dem aus Dänemark stammenden Regisseur Kasper Holten, dem derzeitigen Operndirektor des Royal Opera House Covent Garden in London. Für das Bühnenbild verantwortlich zeichnen wird Es Devlin, die eine markante Skulptur in den See setzt, die auf ein Kartenspiel verweist, am Pult der Wiener Symphoniker wird wie in den vergangenen zwei Jahren bei „Turandot“ Paolo Carignani stehen.

Die Bregenzer Festspiele werden am 19. Juli 2017 mit der Premiere der Oper „Carmen“ eröffnet.