Tierische Filme haben die Nase vorn

Kultur / 23.12.2016 • 20:39 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Animationsfilm „Pets“ hat in diesem Jahr schon 540.605 Besucher in die Kinos gelockt. Foto: Universal
Der Animationsfilm „Pets“ hat in diesem Jahr schon 540.605 Besucher in die Kinos gelockt. Foto: Universal

Vier Animationsfilme führen die heimischen Kinocharts in diesem Jahr an.

Wien. Österreichs Kinobesucher sind 2016 auf den Hund gekommen – respektive auf den Fisch, das Mammut und die Häsin: Gleich vier Animationsfilme mit tierischen Helden führen die heimischen Jahrescharts bis dato an. Die Nase vorn hat die Komödie „Pets“ mit 540.605 Besuchern, gefolgt von „Findet Dorie“, „Ice Age – Kollision voraus!“ und „Zoomania“. Doch die Sternenkrieger sind auf der Überholspur.

105.844 Besucher zählte „Rogue One: A Star Wars Story“ schon an seinen ersten vier Spieltagen. Ein Vorrücken des ersten Spin-offs der „Star Wars“-Saga in die Top 5 und Verdrängen des Leidenswestern „The Revenant“ mit Leonardo DiCaprio (352.353 Besucher) bis Jahresende ist also höchstwahrscheinlich – und ein Siegeszug nicht unmöglich, hat doch „Star Wars VII – Das Erwachen der Macht“ in den letzten zwei Dezemberwochen 2015 mehr als 540.000 Menschen in die Kinos gelockt. Bleibt an der Spitze alles so, wie es ist, kommt der erfolgreichste Film des Jahres zum zweiten Mal in Folge aus dem Hause Illumination. An den Mega-Erfolg der gelben „Minions“ mit mehr als 793.000 Besuchern kommen die abenteuerlustigen Haustiere aus „Pets“ aber nicht heran, hat doch heuer kein Film das „Platinum Ticket“ mit mehr als 600.000 Besuchern gelöst. Stattdessen pendeln sich die nächstplatzierten Animations-Hits zwischen knapp 400.000 und 470.000 Besuchern ein.

Heimische Filme

Die Vorliebe heimischer Zuschauer für familientaugliche Tierfilme zeigt sich auch beim österreichischen Film: „Wie Brüder im Wind“, ein von Terra Mater produzierter Naturfilm mit u.a. Tobias Moretti und Jean Reno über die Freundschaft eines Zwölfjährigen mit einem Adler, ist mit 150.500 Kinogehern der meistbesuchte heimische Film des Jahres. Dicht dahinter folgt die deutsch-österreichische Schulkomödie „Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft“ mit insgesamt 145.000 Besuchern, wobei knapp die Hälfte davon auf 2015 fallen.

Mit „Vor der Morgenröte“ (67.664) und „Toni Erdmann“ (52.954) reihen sich zwei weitere deutsch-österreichische Koproduktionen unter die Top 5 – beide von deutschen Regisseurinnen (Maria Schrader, Maren Ade) mit österreichischen Hauptdarstellern (Josef Hader als Stefan Zweig, Peter Simonischek als Titelheld Toni) realisiert. Dazwischen rangiert Robert Schabus‘ hochaktuelle Landwirtschafts-Doku „Bauer Unser“ mit mehr als 67.000 Besuchern auf Platz vier.