Wieder mehr Besucher in den Bundesmuseen

20.01.2017 • 17:48 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bundesmuseen verzeichneten erstmals über fünf Millionen Besucher.

Wien. Nach kontinuierlichen Steigerungen in den vergangenen Jahren überschritten die Bundesmuseen und die musealen Bereiche der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) im Jahr 2016 erstmals die Marke von fünf Millionen Besuchern. Die am Freitag vom Kulturministerium bekannt gegebenen Besucherzahlen weisen mit 5.271.495 Besuchern eine Steigerung von sechs Prozent im Vergleich zum Jahr 2015 (4.970.449) aus. Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) zeigt sich angesichts dieser Zahlen „glücklich und stolz“. „Das vielfältige Programm unserer Museen kann sich in der internationalen Kulturlandschaft behaupten“, betonte er.

Sagmeister zieht

Das stärkste Besucherplus verzeichnete die ÖNB mit plus 23 Prozent. In die Ausstellungen strömten 2016 355.880 Personen. Über einen Zuwachs von zwölf Prozent freute man sich im MAK – Museum für angewandte Kunst, wo 2015 bereits ein Plus von 44 Prozent gegenüber dem Jahr davor verzeichnet wurde. 2016 kamen 179.937 Besucher ins Haus am Stubenring, davon 20.841 Kinder und Jugendliche (plus 27 Prozent). Als Grund wird hier das hohe Interesse an der Ausstellung „Stefan Sagmeister“ angegeben. Einen Anstieg von neun Prozent konnte die Albertina erzielen. Als Publikumsmagneten fungierten hier die Schauen „Edvard Munch“, „Chagall bis Malewitsch“ oder „Seurat, Signac, Van Gogh“.

Mehr junge Besucher

Ein Blick auf die Entwicklung der Anteile der Kinder und Jugendlichen zeigt, dass dieser von 21,2 Prozent der Gesamtbesucherzahl 2015 auf 21,7 Prozent gestiegen ist. Den größten Anteil an jungen Besuchern hat mit Abstand das Technische Museum (53,4 Prozent), gefolgt vom Naturhistorischen Museum (40,7 Prozent). Die Steigerung im Bereich der jungen Besucher sei ein „deutliches Signal“, sagte Drozda.