Was Architektur kann und wie sie sein muss

Kultur / 25.01.2017 • 20:04 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Angelika Fitz leitet nun das Architekturzentrum. Foto: VN/Dietrich
Angelika Fitz leitet nun das Architekturzentrum. Foto: VN/Dietrich

Die aus Vorarlberg stammende neue Leiterin des Architekturzentrums Wien startet mit Wesentlichem.

Wien. (VN-cd) Kooperationen mit den Bundesländern? Angelika Fitz kann sich solche im Ausstellungs- wie im Vermittlungsbereich vorstellen. Konkret auf ihr erstes Programm bezogen, das sie nun als neue Leiterin des Architekturzentrums Wien Medienvertretern vorstellte, erklärte sie im Gespräch mit den VN, dass ein Kommunikationsprojekt, in dessen Rahmen sich österreichische Architekten mit Kollegen in anderen Ländern austauschen – demnächst wird das Schweden sein –, nach Graz übersiedeln wird. Um nicht nur die ohnehin interessierten Publikumsschichten zu erreichen, wird das Architekturzentrum, das im Vorjahr von etwa 70.000 Personen frequentiert wurde, zudem ein Talkshowformat nach dem Vorbild des „Literarischen Quartetts“ starten.

Auftakt mit „Assemble“

Dass sich niemand der Architektur entziehen kann, steht fest. Fitz will verstärkt die Frage danach stellen, was Architektur kann, was sie sein muss und was sie nicht kann. Zusammengefasst wird ihr erstes Jahresprogramm verstärkt gesellschaftspolitische Themenfelder berühren und die Möglichkeit zur Partizipation unterstreichen. Selbst Begriffe wie Schönheit und Poesie haben bei Fitz neben Raumentwicklung, Stadtplanung und Energieeffizienz Platz. Zu den Highlights von 2017 zählt zweifellos das Ausstellungsprojekt mit der britischen Gruppe „Assemble“, die Prototypen für „anderes Bauen“ entwarf und mit dem Turner-Preis ausgezeichnet wurde. Geplant ist eine Überblicksschau, die vom 1. Juni bis Mitte September zu sehen ist. Im Rahmen der  „Vienna Biennale“ (21. Juni bis 31. Juli) wird am Gelände des Nordbahnhofs ein Raum entstehen, an dem international tätige Architekten mit regionalen Initiativen arbeiten.