Ein syrischer Komiker entdeckt Deutschland

27.01.2017 • 17:55 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Erzählung. „Man muss drei Dinge in Deutschland ertragen lernen: das Wetter, die Bürokratie und seine Nachbarn“, findet Firas Alshater nach drei Jahren Deutschland. Der 25-jährige Syrer mit Hipsterbart und -Brille ist kein gewöhnlicher Flüchtling.

Er ist Filmemacher und Schauspieler. Vor einiger Zeit wurde er mit einem You Tube-Video über die Deutschen in sehr kurzer Zeit bekannt. Nun hat er in seinem Buch „Ich komme
auf Deutschland zu“ seine Erfahrungen mit der neuen Heimat verarbeitet. Neben unterhaltsamen Schilderungen von Begegnungen mit quengeligen Berliner Nachbarn, obskuren Fahrkartenautomaten und kritischen Gedanken zur deutschen Toilettenhygiene enthält das Buch auch viele nachdenkliche und traurige Momente. Dies sind vor allem die Rückblicke auf Alshaters früheres Leben in Syrien, wo er als Regimegegner gefangen gehalten und gefoltert wurde. Das Buch ist aber auch ein erfrischendes Zeugnis von Widerständigkeit und der Lust am Leben.

Firas Alshater: „Ich komme auf Deutschland zu“, Verlag Ullstein,
240 Seiten.