Einblick in den Alltag der Familie Freud

30.01.2017 • 21:21 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

wien. „Wir wollen dem privaten Leben der Freuds mehr Platz geben“, sagte Monika Pessler, Direktorin des Wiener Freud-Museums. Für den Bezug der Wohnung in der heute weltbekannten Anschrift in der Berggasse 19 entschied sich Sigmund Freud im Jahr 1891 aus einem Impuls heraus. Die von ihm, seiner Frau Martha, den Kindern und seiner Schwägerin Minna Bernay bewohnten Räumlichkeiten sollten bis zur Vertreibung der Familie durch die Nazis im Jahr 1938 zum Lebensmittelpunkt und zu einem intellektuellen Fixpunkt im Wien um die Jahrhundertwende werden. Bei den Freuds habe es sich auch um eine Art „Familienunternehmen“ gehandelt, in das zunehmend auch die Kinder – allen voran Tochter Anna Freud – eingebunden waren.

Schriftstücke zeigen auch, wie viel Einfluss das dynamische familiäre Leben auf die Arbeit Freuds hatte. So markierte sein nächtliches Auswandern in die Bibliothek nach der Geburt eines Kindes den Beginn seiner Traum-Aufzeichnungen, die dann in das Werk „Die Traumdeutung“ mündeten.