Mit Barenboim auch in der Elbphilharmonie

Kultur / 03.02.2017 • 20:44 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kian Soltani trat sowohl bei der Schubertiade als auch bei den Salzburger Festspielen und weiteren Festivals auf. Foto: Schubertiade
Kian Soltani trat sowohl bei der Schubertiade als auch bei den Salzburger Festspielen und weiteren Festivals auf. Foto: Schubertiade

Der Vorarlberger Cellist Kian Soltani wird mit dem renommierten Bernstein-Award ausgezeichnet.

Bregenz. (VN-cd) Als „sehr große Ehre und als tolle Überraschung“ erreichte Kian Soltani gestern die Meldung, dass er in diesem Jahr
den Leonard-Bernstein-Award erhält. Es handelt sich um eine mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung, die im Rahmen des Schleswig-Holstein-Festivals vergeben wird und bislang an Stars wie den Pianisten Lang Lang oder den Schlagzeuger und Percussionisten Martin Grubinger ging, und die der erfolgreiche Vorarlberger Cellist beim Preisträgerkonzert unter der Leitung von Christoph Eschenbach am 21. Juli in Lübeck entgegennehmen darf. Dass er mit einem Auftritt verbunden ist, freue ihn besonders, erklärte er gestern Abend im Gespräch mit den Vorarlberger Nachrichten.

„Soltani gehört zu den großen Hoffnungsträgern unter den jungen Instrumentalisten unserer Zeit“, würdigte Christian Kuhnt, der Intendant des Schleswig-Holstein-Festivals, den Cellisten.

Debüt mit dem SOV

So schön der Erfolg für den Musiker, der 1992 in Bregenz zur Welt kam, auch ist, in seiner Heimat wird er aufgrund vieler Engagements, unter anderem mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, in nächster Zeit nicht präsent sein. In wenigen Monaten bereitet er sich aber auf das Debüt mit dem Symphonieorchester Vorarlberg vor, das im Jänner 2018 stattfindet. Spielen wird er das Cello-Konzert von Elgar.

„Ich werde noch ein paar Unterrichtsstunden bei Maestro Barenboim haben“, verlieh Soltani gegenüber den VN seiner Bescheidenheit Ausdruck. Mit dem weltberühmten Dirigenten und Pianisten ist er bereits seit einigen Jahren unterwegs. Nach einem 2015 erfolgten Auftritt bei den Salzburger Festspielen ist dort heuer ein weiteres Konzert geplant. Eine Tournee mit Barenboims West-Eastern-Divan-Orchestra wird ihn nach Finnland, Schweden und Dänemark führen. Mit dem Maestro tritt er im April auch in der neuen Elbphilharmonie in Hamburg auf. Die Tondichtung „Don Quixote“ von Richard Strauss wird er unter anderem auch in Luzern, London, Paris und Berlin spielen.

Projekt mit Pilsan

Soltani hat in Basel bei Monighetti studiert und lebt mittlerweile in Zürich und Berlin. Für die Schubertiade hatte ihn Gerd Nachbauer schon vor Jahren engagiert. Heuer wird er dort ebenfalls pausieren. Kian Soltani plant aber ein größeres Projekt mit dem Vorarlberger Pianisten Aaron Pilsan, seinem international ebenso enorm erfolgreichen Kollegen.

Gleich nächste Wochte geht es auf Tournee mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra.

Kian Soltani